The place to be oder was bringt YouTube SEO?

Im April 2005 wurde das erste YouTube-Video hochgeladen. Seitdem ist die Plattform YouTube im wahrsten Sinne explodiert. Dieses Potential hat auch Google schnell erkannt und war schon im Jahr 2006 bereit, über 1,3 Milliarden Euro für eine Übernahme zu investieren.

Die Geschichte

WOHER KOMMT ES, WOHIN GEHT ES?

Im April 2005 wurde das erste YouTube-Video hochgeladen. Seitdem ist die Plattform YouTube im wahrsten Sinne explodiert. Dieses Potential hat auch Google schnell erkannt und war schon im Jahr 2006 bereit, über 1,3 Milliarden Euro für eine Übernahme zu investieren. Heute beläuft sich alleine die Zahl der angemeldeten Nutzer auf 1,9 Milliarden Menschen in 91 Ländern und 80 verschiedenen Sprachen (YouTube, 29.8.2019).

YouTube entwickelte sich seither zu einer der größten Suchmaschinen neben Google. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: neben Katzen-Videos und dem kostenfreien streamen von Musik ist es nicht nur möglich, sich über beliebige Themen zu informieren, der User bekommt auch sofort ein Unboxing- oder How-to-Video geliefert. Das alles nicht nur als bloßen Bericht, sondern in mehr oder weniger cineastischer Aufarbeitung und bestenfalls mit dem Autor selbst im Video. So kann der User gleich bewerten, ob er die Person als sympathisch, professionell und kompetent erachtet.

Es besteht große Einigkeit, dass sich dieser Wachstumstrend fortsetzen wird. So prognostiziert Cisco, dass bis zum Jahr 2022 der Internet Traffic zu 82 % über Video generiert werden wird (Cisco, 29.8.2019). Für den deutschen Markt konnten ARD und ZDF diese Entwicklung in ihrer Onlinestudie 2018 analog beobachten (ARD/ZDF, 29.8.2019). Und laut einer Umfrage von GLOBALWEBINDEX wurde YouTube im Jahr 2018 in Deutschland von mehr Anwendern genutzt als Facebook (GLOBALWEBINDEX 29.8.2019). Mit über einer Milliarde Stunden pro Tag, in denen Videos angeschaut werden, liegt YouTube deutlich vor Netflix und Facebook (116 Mio. und 100 Mio. Std/Tag) (Forbes, 29.8.2019).

Das Ziel

WATCHTIME GENERIEREN

Um das Medium YouTube erfolgreich für sein Unternehmen nutzen zu können, muss, wie bei anderen Search Engines auch, ein gewisses Verständnis für den leider geheimen Algorithmus aufgebaut werden. Das wichtigste Buzzword dazu ist Wiedergabezeit oder im Jargon der Digital Natives - die Watchtime. YouTube kategorisiert zum Großteil die bis zum Ende konsumierten Videos als besonders relevant. Doch wie erzeugen wir eine ausreichende Länge der Watchtime, um dem Algorithmus aufzufallen?

    Um Watchtime zu generieren ist es unerlässlich dem User einen zur Suchintention passenden Mehrwert zu bieten. Dieser muss dem User aber initial durch SEO-Maßnahmen deutlich und ansprechend kommuniziert werden. Nur so kann beim Nutzer überhaupt der Entscheidungswille entstehen, das eigene Video zu konsumieren und nicht das der Konkurrenz.

    FLORIAN STEEN, SEO CONSULTANT BEI EPROFESSIONAL
    Die Lösung

    WATCHTIME DURCH MEHRWERT

    Um die Watchtime der eigenen Videos zu erhöhen gibt es einige SEO-Stellschrauben. Ein knackiger Titel und eine zum Video passende Description sind natürlich Pflicht. Auch das Thumbnail (Vorschaubild) darf nicht unterschätzt werden. Wir haben es mit optisch-geleiteten Usern zu tun, die besonderen Wert auf dieses kleine Bildchen legen. YouTube schlägt Ausschnitte aus dem jeweiligen Video für das Thumbnail vor, ein bewusst gestaltetes Bild ist allerdings oft die bessere Wahl. Ein integrierter Abo-Button in den Videos kann die Nutzer dezent darauf hinweisen, dass es noch mehr Content des Unternehmens gibt. Außerdem braucht der Kanal ein passendes Intro-Video und ein Kanal-Banner. Nicht vergessen sollte man die Tags, die zwar nicht für den User sichtbar sind, dem Algorithmus aber wichtige Relevanz-Signale senden, um das Video einordnen zu können. Selbiges gilt für den Dateinamen eines Videos.

    Relevanz-Signale sind ein wichtiges Stichwort. Gerade das Engagement der User zeigt YouTube, wo der place to be ist. Daher sollte keine Scheu davor bestehen, die User direkt zum Liken, Teilen, Abonnieren und Kommentieren aufzufordern. Dies ist besonders durch Info- und Endcards möglich.

    Auch ein Blick auf die Untertitel lohnt sich. YouTube erstellt bereits automatisch Untertitel. Allerdings wurde der Algorithmus in Amerika entwickelt, sodass ihm die englische Muttersprache näherliegt als die deutsche Sprache. Besonders bei Markennamen kann die deutsche Aussprache zu Verwirrung führen und teils sehr amüsante Stilblüten treiben. Ein weiterer Grund für die Optimierung der Untertitel: YouTube selbst wertet die Untertitel nicht aus, andere Suchmaschinen aber sehr wohl. Da Google und Co. noch nicht in der Lage sind, Videos direkt auszuwerten, besteht so eine Möglichkeit, die eigenen Videos in den SERPs zu pushen. So können User, die ihre Anfrage nicht gleich bei YouTube eingeben sondern in eine andere Suchmaschine, eingefangen werden. Neben einem guten Gewissen für Maßnahmen zur Barrierefreiheit kann man sich hier auch einen kleinen Vorteil gegenüber der Konkurrenz verschaffen.

    Wenn nun SEO-seitig alles getan ist, damit der Content gefunden wird, muss er den User „nur noch“ ansprechen. Grundsätzlich ist man völlig frei und es ist teils sehr schwer vorhersehbar, was dem User letzten Endes gefällt. Wir erinnern uns an die Katzen-Videos… Andererseits lässt sich sehr präzise benennen, was den User interessiert und antreibt - es ist der Mehrwert.

    Der gebotene Mehrwert muss zur Suchintention passen, sonst hat der User keinerlei Hemmung, sofort zum nächsten Video zu springen. Nur wenn der User den Mehrwert eines Videos für sich erkennt, wird er es bis zum Ende anschauen. Es gilt somit herauszufinden, was den User umtreibt, um dann qualitativ möglichst hochwertigen und originellen Content zu kreieren - nur dann werden die Nutzer bleiben und Watchtime generieren.

    Das Fazit

    DER USER MUSS DEN MEHRWERT SEHEN

    YouTube möchte, dass die User solange wie möglich auf der Plattform verweilen. Dafür muss man seine Zielgruppe kennen und mit seinen Videos einen zur Suchintention passenden Mehrwert bieten, damit die User tatsächlich Watchtime generieren. Der Mehrwert muss über SEO-Maßnahmen klar kommuniziert werden, damit die User motiviert sind, das Video zu konsumieren. Die User merken sofort, wenn ein Kanal zu sehr von Werbung geprägt ist und verweilen nicht lang. Es sollte daher immer an den Mehrwert gedacht werden. Nur dann lohnen sich umfangreiche SEO-Maßnahmen.

    Produkte

    • Video

    Goals

    • Online-Umsatz steigern

    Branche

    • Brands