Die optimierte Bounce Rate

Die Aussagekraft der Absprungrate über ein zusätzliches Event-Tracking erhöhen und richtig interpretieren.

    „Durch die kombinierte Messung von Verweildauer und Scroll-Tiefe wird die KPI-Relevanz der Bounce Rate erhöht und ermöglicht eine reale Betrachtung der Website Performance. Damit steuern sie Marketing- und Optimierungsmaßnahmen deutlich effizienter.“

    CHRISTINE HANSEN, DIGITAL ANALYTICS CONSULTANT
    Die Anwendung

    FINALE EINSTELLUNGEN

    Im Rahmen des Testlaufs zeichnet sich in der Regel schnell eine deutliche Tendenz der Häufigkeit bestimmter Ereignisse ab. Doch wie interpretieren wir diese Informationen?

    Ziehen Sie Vergleiche! Anhand der Seitenaufrufe und Events können Sie leicht feststellen, ob hier Abweichungen bestehen. Generell sollte dabei auch der Seitenaufbau berücksichtigt werden. Decken sich Seitenaufrufe beispielsweise mit einem Event, bei dem eine geringere Scroll-Tiefe hinterlegt wurde und stellt sich die Länge der Inhalte dazu als recht kurz heraus, sollte dieses Event nach Möglichkeit nicht zur Optimierung der Bounce Rate verwendet werden.

    Aufgrund relativ kurzer Blogeinträge wurde im aktuellen Beispiel eine Scroll-Tiefe von 90% festgelegt. Hintergrund ist, dass die Inhalte bereits beim Seitenaufruf zu mehr als 50% sichtbar sind. Zusätzlich wurde eine möglichst geringe Verweildauer gewählt, da die Inhalte kurzer Texte in der Regel schnell erfasst werden.

    Finale Umstellung des Event-Tags

    Zur finalen Einstellung des Event-Tags werden im ersten Zug alle irrelevanten Trigger des Typs Trigger Group entfernt. Zusätzlich muss eine Anpassung an der generellen Event Konfiguration vorgenommen werden, sodass die Absprungrate angepasst wird (vgl. Bild 7).

    Unser Tipp

    ERWEITERTE EINSTELLUNGEN

    Das Scroll-Time-Event bietet die Möglichkeit die Bounce Rate vor allem für Content-Seiten, die auf die Information der Nutzer zu bestimmten Themengebieten ausgelegt sind, anzupassen. Allerdings ist die angegebene Lösung nur ein vereinfachtes Modell, dass ein weiteres Reporting der Events pro Seite in Abhängigkeit der verwendeten Gerätekategorien oder Browsergrößen erfordert. Hintergrund dazu ist das systemseitige Auslösen der Events bei Browsern, die aufgrund der Größe bereits alle Inhalte anzeigen. Hier würden die Events standardgemäß auslösen, obwohl der Nutzer keine Aktion ausgeführt hat. Um dies zu verhindern, können weitere Einstellungen im Tag Manager vorgenommen werden:

    / Beschränkung auf bestimmte Content-Bereiche

    / zusätzliche Definition sichtbarer Seitenbereiche

    / Abhängigkeit zum aktuellen Viewport der jeweiligen Seite

    Grundlage dafür ist allerdings eine einheitlich Codebasis auf der gesamten Webseite. Besonders die letzte Einstellung bezüglich des Viewports erfordert erweiterte Kenntnisse in Javascript und ein deutlich aufwendigeres Setup. Dabei wird bei jedem Seitenaufruf die Relation der angezeigten Inhalte zu den gesamten Inhalten geprüft und beim Auslösen des Scroll-Time-Events berücksichtigt. So wird ein Auslösen des Events ohne Nutzeraktion verhindert.

    Produkte

    • Google Analytics

    Goals

    • Mehr Kundenbesuche messbar machen

    Branche

    • Brands