Jede Conversion zählt: Neue Einstellungen bei geräteübergreifenden Conversions

Nicht jeder Klick führt automatisch sofort zur Conversion oder zum Lead. Oftmals browsen User morgens in der U-Bahn mit dem Smartphone, klicken auf eine Anzeige, kaufen dann aber lieber abends auf dem Laptop. Vielleicht ist der Handybildschirm zu klein für häufig komplizierte Checkout-Prozesse, vielleicht muss man auch einfach aus der Bahn aussteigen und erinnert sich erst abends vorm Laptop daran, den Kauf abzuschließen. Sollten diese geräteübergreifenden Conversions mit in die Auswertung einbezogen werden, war dies bisher als Auswahloption im Konto anhakbar

Je nach Wunsch und Analyse-Perspektive, konnte man sie in der AdWords-Interface-Spalte „Conversions“ und damit auch in die automatische Gebotsstrategie einfließen lassen. War eine separate Betrachtung gewünscht, ließen sich die geräteübergreifenden Conversions trotzdem in der gleichnamigen Spalte im AdWords Interface ansehen und analysieren. 2017 hat sich diese Einstellung jedoch geändert.

Nun werden automatisch unter „Alle Conversions“ auch geräte- und browserübergreifende Conversions aus Search und Shopping miteinbezogen. Conversions aus Displaykampagnen können aktuell entweder mit der Einstellung „Geräteübergreifende Conversions“ mitberücksichtigt oder separat betrachtet werden. Im weiteren Jahresverlauf sollen sie allerdings auch standardmäßig eingeschlossen werden.

Was bedeutet das für die tägliche Arbeit? Eine isolierte Betrachtung der reinen Last-Klick-Conversions ist nicht mehr möglich, da nun auch die vorbereitenden Conversions automatisch mit hinzugefügt werden. Dabei werden die Cookies der User, die über beide Devices eingeloggt sind, gematched oder bei nicht-eingeloggten Usern hochgerechnet. Die Conversions werden aber nur dann angezeigt, wenn die Daten als signifikant eingestuft werden, d. h. die errechneten Daten eine Genauigkeit von über 95 Prozent aufweisen. Zum einen trifft das sicherlich den Zahn der Zeit, in der kaum ein User ausschließlich auf einem Gerät sucht und über SEA Anzeigen direkt zum Kauf verleitet wird. Zum anderen haben Konzentration und Ausbau des Mobile-Geschäfts, das immer wichtiger in der Customer Journey wird, unter Umständen aber häufig noch nicht zum Abschluss führt, vermutlich ebenfalls zu dieser Entscheidung beigetragen.

Wer trotzdem One-Device und Cross-Device-Conversions vergleichen möchte, kann die geräteübergreifenden Conversions in einer separaten Spalte in der Statistik einsehen und sich den Anteil jeweils berechnen. Vorsicht ist bei jahresübergreifenden Auswertungen geboten: Ein Anstieg an Conversions von 2016 zu 2017 kann auch daran liegen, dass geräteübergreifende Conversions vorher nicht automatisch mit einberechnet wurden. Der Google Algorithmus freut sich auf jeden Fall über Daten. Je mehr, desto besser und genauer kann er die automatische Gebotsstrategie aussteuern, deren Bedeutung im SEA-Alltag mehr und mehr zunimmt.