Fünf SEA Life Hacks

Ein SEA-Manager-Alltag hat viele Facetten. Zwischen Zahlen auswerten, Aufsetzen neuer Themen und dem täglichen, Treiben kann ein neues Feature einem den Tag versüßen. Hier sind fünf Features und Herangehensweisen, die aus unserer Sicht unbedingt ausprobiert werden sollten.

 

Dynamic Search Ads (DSA)

Seit Jahren heiß diskutiert, hat die DSA-Kampagne endlich bei uns den Durchbruch gehabt. Warum? Das Machine-Learning dahinter funktioniert von Mal zu Mal besser! Außerdem hat Google eine neue Targeting Option über Geschäftsdaten hinzugefügt.

Gefahren:

Wenn man in dem Thema noch nicht versiert ist und die Landingpages über sehr viel Content verfügen, kann man auf Grund der vielen von AdWords automatisch „gebuchten“ Keywords sehr viel Geld verschwenden.

Vorteile:

Mit wenig Aufwand hat man eine vollfunktionsfähige Kampagne bzw. Anzeigengruppe. Und für bereits bestehende Kampagnen eine tolle Quelle für neue Keyword-Ideen und/oder die Komplettabdeckung der Website.

Unser Tipp:

Als Besitzer eines Onlineshops kann man einfach die URLs der Website-Kategorien labeln und in eine Tabelle kopieren. Diese Tabelle wird anschließend als Geschäftsdatenfeed hinterlegt. Daraufhin kann man Anzeigengruppen anhand der Labels erstellen, regelmäßig Suchanfragen auswerten, als normale Keywords aufnehmen und bei DSA ausschließen. Unserer Erfahrung nach, funktioniert DSA am besten in Kombination mit einem datengetriebenen Attributionsmodell (DDA) und einer Google Gebotsstrategie. Weitere Informationen zu den DSA-Kampagnen stehen hier: www.eprofessional.de/brainworks/blog/article/news/neue-moeglichkeiten-in-der-steuerung-dynamisierter-suchanzeigen

Single Keyword Ad Groups (SKAG)

 

Bei vielen schon im Repertoire, allerdings immer noch unterrepräsentiert: Die Single Keyword Ad Groups (SKAG). SEA bedeutet Detailverliebtheit. Bei SEA-Managern schlagen bei einem SKAG-Konto regelrecht die Herzen höher.

Gefahren:

Nicht bei jedem Konto einsetzbar und man muss auch zukünftig das Schema durchziehen. Das einmalige Umstellen bzw. Aufsetzen des Kontos kann länger dauern, wenn man noch nie mit SKAG gearbeitet hat.

Vorteile:

Mit Routine und Excelformeln kommt man der Perfektion immer näher. Regelmäßige To-Dos wie Suchbegriffauswertungen, Anzeigenneuerstellung (sogar mit überdurchschnittlicher Anzeigenrelevanz) und auszuschließende Keywords richtig zuordnen, werden um einiges schneller von Statten gehen.

Unser Tipp:

‚Broad Match Modified‘ und ‚Exact Match‘ in getrennte Anzeigengruppen, also wirklich Single Keyword. Benennung der Anzeigengruppen mit z.B. BMM oder EX.

 

Notizbereich

Sicherlich ist es den meisten Lesern von Google Analytics bereits bekannt: AdWords hat im neuen Interface den Notizbereich gelauncht. Hier können im Diagrammbereich Notizen an gewissen Tagen erstellt werden. Diese werden im Diagramm als Punkt gesetzt, der deutlich sichtbar ist.

Gefahren:

Nach der guten alten Regel: wer alles markiert, markiert gar nichts!

Vorteile:

Es gibt unterschiedlichste Arten von Werbetreibenden. Für diejenigen, die viele Aktionen haben und bei denen Testings anstehen oder einfach nur eine gewisse Umstellung passiert ist, ist diese Funktion perfekt. Keine Zettelwirtschaft auf dem Schreibtisch und auch kein langes Suchen im Änderungsverlauf.

Unser Tipp:

Gravierende Umstellungen wie. z.B. Aktivieren des Ziel-CPAs sofort notieren. Es entsteht keine lange Fehlersuche bei Einbruch der Performance.

 

Anzeigenvariation

Vielen noch als Beta bekannt, ist in AdWords Next klammheimlich der Anzeigenvariationstest gelauncht worden. Die Zeiten von ungenauen Landingpage-Tests, umständlichen Auswertungen oder dem Aufsetzen von A/B-Tests sind vorbei.

Gefahren:

Ein vorzeitiger Abbruch eines Anzeigenvariationstests. Einige Stolpersteine von Google wie z.B. Fehlermeldungen ohne jeglichen Hinweis, wie man den Fehler beheben kann. Hier ist Learning-by-Doing angesagt.

 

Vorteile:

Korrekter Test-Split von 50/50 möglich. Sofortige Visualisierung der KPIs der jeweiligen Anzeigen. Extra Goodie: Einfaches Übernehmen des Tests (auch als zusätzliche Anzeigen hinzufügbar)

Unser Tipp:

Testen, testen, testen. Alles was man schon immer wissen wollte. Funktioniert eine Landingpage besser als eine andere, sind Keyword-Platzhalter in der Beschreibung überhaupt performant, reichen allgemein-gehaltene Beschreibungsfelder, If-Funktionen, Countdown-Funktion, Preise in den Anzeigen, und noch viel mehr.

Kaufbereite Zielgruppe / In-Market-Audience for Search

Die allseits bekannte Ausrichtungsoption aus dem GDN ist nun als Open Beta in den meisten Konten vorhanden. Sie funktionieren wie RLSA und können als Ausrichtung oder Beobachtung bei Kampagnen oder Anzeigengruppen hinterlegt werden.

Gefahren:

Zu viel Vertrauen, wenn man nur Ausrichtung wählt. Hier wird teilweiße an Traffic eingebüßt.

Vorteile:

Kosteneffizienz, Budgeteinsparung und Anstieg der Conversion-Rate.

Unser Tipp:

Einer Anzeigengruppe oder Kampagne hinzufügen. Wenn DDA und eine Google Gebotsstrategie aktiviert ist funktioniert es optimal. Wenn nicht, ist es nice-to-have eine weitere Stellschraube zur Gebotsanpassung zu besitzen.

 

Autor: Dave Heuring