Facebook Dynamic Product Ads im Test – Umsatz hoch, Kosten runter

Im Februar hat Facebook ein neues Ad Format gelauncht und die Dynamic Product Ads an den Markt gebracht. Dies ist ganz klar ein weiterer Schritt von Facebook, um sich im Performance Marketing zu etablieren und eine weitere Möglichkeit, um die inzwischen ohnehin schon sehr guten Performance-Werte von Facebook-Kampagnen nochmals zu verbessern. Viele Kunden von eprofessional haben die neue Funktion direkt mit uns getestet. Bei den meisten Kampagnen konnten wir auf einen schon vorhanden Produktdaten-Feed des Kunden zurückgreifen, der zum Beispiel auch für Kampagnen bei Google-Shopping eingesetzt wird.

Speziell für die Retail-Kunden von eprofessional mit ihrem teilweise riesigen Produktportfolio hat sich das neue Format als ein echter Winner herausgestellt. Bei einem stark wechselnden Sortiment mit vielen Produkten ist die Ausspielung von dynamischen Product Ads sehr viel effizienter als eine manuelle Abstimmung und Aussteuerung der Anzeigen. Es werden mittels Retargeting nun sämtliche Produkte des jeweiligen Onlineshops beworben, ohne dass für jedes einzelne Produkt eine eigene Werbeanzeige bzw. ein eigenes Anzeigentemplate erstellt werden muss. Hat ein Online Shop beispielweise Hunderte von Schuhen auf seiner Website, von denen sich ein User vier Paar auf seinem Handy etwas genauer angeschaut hat, dann können dem User im weiteren Verlauf seiner Customer Journey genau diese vier Paar Schuhe im Facebook Newsfeed auf seinem Desktop-PC in einem Multi-Product-Ad angezeigt werden.

Das von uns eingesetzte API-Tool smartly bietet darüber hinaus noch andere Möglichkeiten: Dazu gehört ein Algorithmus, der hochrechnet, welche Produkte auf der Website der User am ehesten kaufen würde. Es wird dabei u.a. die Dauer gemessen, die ein User auf verschiedenen Produktseiten verbringt. Topseller werden auf die höchste Wahrscheinlichkeit des Abverkaufs hin präsentiert. Daneben bietet das Tool die Möglichkeit, Ads automatisch zu erstellen und während des Kampagnenverlaufs anzupassen. Das beworbene Produkt kann mit verschiedenen Hintergründen präsentiert werden, man kann aber auch Störer integrieren.

Im Vergleich zu den Möglichkeiten des klassischen Remarketings kann man mit den Dynamic Product Ads die User wesentlich intelligenter ansprechen. So haben wir in den Kampagnen mit sogenannten “Ausschlusszielgruppen” gearbeitet. Wurde also beispielsweise mittels des Facebook Conversion Pixels erkannt, dass ein User ein Produkt bereits gekauft hat, wurde dieser nicht mehr über Remarketing angesprochen. Die genervten Nutzer, die von Anzeigen für Produkte verfolgt werden, die sie bereits besitzen, werden dies zu schätzen wissen.

Ein weiteres smartes Feature: Es ist möglich, “Sales-Zyklus-Remarketing”-Listen zu erstellen. Damit kann man potentielle Käufer mit dem passenden Produkt genau zur richtigen Zeit im Salesfunnel ansprechen.

Fazit

Nach drei Monaten praktischer Erfahrung mit den Product Ads sehen wir sehr positive Ergebnisse. Die Performance-Werte haben sich bei fast allen Kunden stark entwickelt und eine sehr gute Kosten-Umsatz-Relation im einstelligen Prozentbereich ist keine Seltenheit. Zwar ist der Aufwand im Set-up bei den Dynamic Product Ads Setup etwas höher, da man aber häufig mit schon vorhandenen Produktdatenfeeds arbeiten kann, hält sich das in Grenzen. Im ganzen weiteren Kampagnenverlauf ist der Aufwand bei der Abstimmung und Steuerung dafür wesentlich geringer, insbesondere im Vergleich zu manuell abgestimmten Anzeigenkampagnen.

Wir empfehlen jedem Online-Shop unbedingt, über den Einsatz der Facebook Product Ads nachzudenken. Diese neue Möglichkeit zur signifikanten Umsatzsteigerung bei Facebook sollte man sich nicht entgehen lassen.