Affiliate Marketing: Sechs Tipps fürs digitale Weihnachtsgeschäft

In den Supermärkten stehen schon längst Weihnachtsmänner im Regal und ganz sicher wird bald Last Christmas im Radio gedudelt. Auch bei Publishern und Produktanbietern laufen im Hintergrund längst die Planungen für das Weihnachtsgeschäft.

Höchste Zeit also für sechs Tipps, wie Sie Ihr digitales Weihnachtsgeschäft verbessern und damit Ihre Nerven entlasten können.

1. Möglichkeiten und Ziele evaluieren

Vor der Detailplanung stehen zwei Fragen: Welche Mittel bzw. welches Budget habe ich? Was sind meine Ziel-KPIs?

Die Preise für die Publisher-Aktionen ziehen an je weiter man sich dem Dezember nähert und für reichweitenstarke Premium-Platzierungen muss dann entsprechend tief in die Tasche gegriffen werden, sofern diese überhaupt noch verfügbar sind. Bevor es an die Maßnahmenplanung geht, müssen daher die Möglichkeiten in Erfahrung gebracht werden. Jeder Partner hat seine eigenen Vorstellungen bei der Vergütung. Meist geht es jedoch um CPO-Erhöhungen oder um Hybrid-Modelle aus Standard-CPO und fixen Zusatzkosten bzw. Werbekostenzuschlägen (WKZ).

Grundsätzlich bietet die CPO-Erhöhung ein geringeres Risiko als ein Fixbetrag, weil die Kosten hier stärker vom Erfolg des Publishers abhängig sind und dessen Eigeninteresse entsprechend höher sein sollte, das Absatzpotential mithilfe seiner Reichweite maximal auszuschöpfen. Klar ist das primäre Ziel im Affiliate Marketing bei den meisten Produktanbietern vor allem der Umsatz. Diesen sollte man idealerweise und nicht nur zur Weihnachtszeit mit einem ausgewogenem Affiliate-Partner-Portfolio erwirtschaften. Neben großen Gutschein- bzw. Schnäppchenportalen, Cashback- und Loyality-Seiten sollte darin auch gezielt Content- und Bloggernetzwerke oder gar Display- und Newsletter-Partner enthalten sein. Je nach Produktsegment, Markenpositionierung und geplanten Endkunden-Aktionen kann es hier ganz verschieden Lösungen geben. Auch im Affiliate-Marketing können Reichweiten und Traffic der Produktanbieter-Shops, gerade in den hart umkämpften Weihnachtsmonaten, von besonderer Relevanz für die Publisher sein.

2. Überblick verschaffen – Top Partner finden

Wenn Sie die beiden grundsätzlichen Fragen nach Budget und Ziel-KPIs ausreichend beantworten können, geht es an die Auswahl der Maßnahmen und Publisher (siehe 3.). Hier geht es vor allem darum, einen Überblick über die Platzierungsmöglichkeiten zu bekommen. Viele Publisher haben einen weit im Voraus geplanten Content-Plan, den es zu verstehen gilt. Wer ein gutes persönliches Verhältnis zu seinen Partnern hat, ist hier deutlich im Vorteil. Von vielen Aktionen erfährt man so schon im Vorfeld oder kann durch kurzes Nachfragen schnell an Informationen kommen, die andere nicht haben. Schreiben Sie zuerst die Top-15-Partner aus Ihrem Programm der letzten sechs Monate an. Hier werden Sie vermutlich auch in diesem Jahr die meisten Sales oder Leads generieren können. Darüber hinaus halten Sie Augen und Ohren nach neuen Partnern offen. Gerade mit den häufig attraktiven Weihnachtsaktionen können neue Partner gut angesprochen und getestet werden.

Ihre Aktionen werden am besten funktionieren, wenn sie zu den Aktionen der Publisher passen. Das sowohl hinsichtlich Zeit (vgl. 4.) als auch Inhalt.

3. Das Vorjahr auswerten

Ein Blick auf die Ergebnisse des letzten Jahres ist sehr sinnvoll. Die Auswertungen sollten fundierte Hinweise liefern, welche Aktionen und welche Partner auch dieses Jahr gut funktionieren könnten. Viele Partner bieten in der (Vor-)Weihnachtszeit beispielsweise unterschiedliche Sonder-Platzierungen auf speziellen Themen-Seiten wie Adventskalendern oder besondere Newsletter-Platzierungen an. Es lohnt sich, den Wert einzelner Platzierungen einschätzen zu können, um das Budget optimal zu verteilen.

4. Den Terminkalender im Auge behalten

Die Zeit läuft und die beliebten Platzierungen z.B. am Nikolaus-Tag sind schnell weg. Fragen Sie konkrete Zeiträume an, in denen eigene, besonders attraktive Endkunden-Aktionen geplant sind. Eine langfristige Planbarkeit ist hier extrem hilfreich. Wer mit ausreichend Vorlauf buchen kann, der hat einen großen Vorteil bei der Planung. Sobald die ersten Aktionen fest geplant sind, könnte eine Übersicht mit allen Deadlines für Input (Texte, Grafiken etc.), Zeiträumen der Publisher-Maßnahmen, Platzierungen und weiteren wichtigen Infos sehr sinnvoll sein. Dies hilft ungemein bei der Umsetzung.

5. Flexibel bleiben

Sprechen Sie mit den Partnern und teilen Sie ihnen mit, dass Sie auch zu spontanen Aktionen bereit sind. Aus unserer Erfahrung werden oft kurzfristig gute bis sehr gute Werbeplätze frei, die dann ebenso kurzfristig zu besseren Konditionen gebucht werden können.

6. Strategie entwickeln – Kommunikation als Erfolgsfaktor

Aus der Summe der hier genannten Punkte kann dann eine zielführende Strategie entwickelt werden. Wer seine Ziele, Möglichkeiten und zeitlichen Vorgaben kennt, kann besser planen und die ausgewählten Publisher besser briefen. Denn wie bei allen Affiliate-Maßnahmen ist die enge Kommunikation und Abstimmung mit den Partner einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren.

Zur Leistungsbeschreibung Affiliate Marketing geht es hier.